Eine Kundin von mir, bei der nicht nur Körpertherapie, sondern auch Gespräche und Nlp-Techniken sehr wichtig sind, hat mich heute gefragt: "Gebe ich dir auch manchmal etwas? Und ist es dir nicht zuviel wenn ich so viel erzähle?" Ihr Thema ist unter anderem "Annehmen können "und sie hat Angst, ihren Mitmenschen zur Last zu fallen. Sie ist aber eine sehr liebenswerte Person, und ihre Bedenken haben nichts mit der Realität zu tun.
Ich versicherte ihr, dass ich sehr gerne mit ihr arbeite und mich ihr Vertrauen ehrt und sie mich ja ausserdem bezahle, was auch eine Form von Energie ist.
Diese Abgrenzung, wenn ich die Therapeutin bin, aber die Leute das Gefühl gaben, ich bin eher eine Freundin, ist eine sehr fragile Sache. Ich arbeite daran.
Kürzlich hat mir jemand gesagt, es ist eine Entlastung für beide Seiten, wenn du nur die Therapeutin bist. Denn Freunschaften verpflichten ja auch. Ja, das versuche ich mir zu verinnerlichen. Denn manchmal habe ich Angst, Kunden zu verlieren, weil ich eben Therapeutin bleiben will und nich Freundin werden will oder kann.
leen - 10. Jun, 17:08
Heute ist es mal wieder so, dass ich nur eine Kundin eingeschrieben habe. Jetzt hat sie den Termin auf Donnerstag verschoben. Wunderbar, jetzt hab ich den ganzen Tag frei und muss nicht für nur eine Kundin in die Praxis.
Zum Glück bin ich nun seit einem Jahr immer so gut gebucht, und so das Vertrauen entwickeln konnte, das ich genug Arbeit habe und solche Verschiebungen Freude machen und nicht schlechte Laune, was am Anfang oft so war.
leen - 7. Jun, 08:29
Manchmal gibt's Klienten, die ich gerne weiterleiten möchte, weil ich nicht weiterkomme, weil sie mir zu nahe stehen oder ich bereits Familienmitglieder behandle, was nicht immer ideal ist. Leider ist es sehr schwer fähige Therapeuten zu finden...
leen - 1. Jun, 20:08
Eine Kundin von mir ist im September nach längerer Pause zumir in die Massage gekommen und hatte in der Kniekehle ein auffälliges Muttermahl, wo ich mir fast sicher war, dass sie das vorher nicht hatte. Aber eben nur fast sicher. Ich sprach sie darauf an, ob sie das kontrolliert hätte und sie verneinte und bedeutete nur, sie habe sowieso keine Lust auf eine Narbe. Okay, ich kann ja den Leuten nicht die Hölle heiß machen und erst recht nicht Panik verbreiten. Von Weihnacht bis April pausierte sie, und als sie wieder kam, schien mir das Mal vergrössert. Als sie immernoch nicht zum Hautarzt wollte, verkündete ich nach einer Weile, ich würde ihr bei mir keinen Termin mehr geben, solange das nicht abgeklärt sei. Bei Krebs sind Massagebehandlungen kontrainditiert, und ich war echt im unsicher.
Kurz und gut, sie ging endlich und es war schwarzer Haut€krebs und sie ließ sich entprechend behandeln. Ich fragte mich, hätte ich bereits im September stärker drängen sollen?
Jedenfalls gehts ihr zum Glück mittlerweile wieder gut!
leen - 29. Mai, 15:14
Da die gesetzlichen Bestimmungen von Kanton zu Kanton verschieden sind, darf ich am Hauptstandort meiner Praxis keine Nadeln verwenden. An meinem Wohnort, wo ich ab und zu auch Behandle, aber schon. Ich habe vor, ev. so herauszufinden, was wie wirkt. Und vielleicht wird das das Thema für die Arbeit. Lustig ist, ich hab das Thema schon und die Ausbildung noch gar nicht richtig begonnen...
leen - 29. Mai, 10:50
so, nun ist dieser Blog eröffnet. Hier möchte ich Erfahrungen und Geschichten aus meiner Praxis deponieren. Seit 5 Jahren bin ich selbständig als Körpertherapeutin und Masseurin und im Herbst beginne ich die Ausbildung in Akupunktur. Die Geschichten hier bilden eventuell bereits auch einen Schritt für die Diplomarbeit.
leen - 29. Mai, 10:39